Zeugnis der Kraft Gottes

Kapstadt hat wunderschöne Strände, fantastisches Wetter und tolle Berge zum Radfahren und Wandern. Viele Kinder erleben diese Touristenseite der Stadt, in der sie geboren wurden, nie. Wie Mandisa* und ihre fünf Geschwister, die in einem Stadtteil namens Gugulethu aufwuchsen. Als Mandisa 11 Jahre alt war, starb ihre Mutter und ihr Leben änderte sich drastisch.

Ihr Vater hatte ein Alkohol- und Drogenproblem. Er war den ganzen Tag ausser Haus und wenn die Kinder von der Schule nach Hause kamen, war die Haustür verschlossen. Sie mussten draussen im Hof warten, bis er endlich betrunken heimkam. Wenn die Geschwister nach ein paar Stunden Hunger bekamen, baten sie einen Nachbarn um eine kleine Portion Reis. Dies ging Abend für Abend so weiter, ein ganzes Jahr lang.  Die Kinder sassen vor ihrem verschlossenen Haus und fürchteten sich vor dem, was die Nacht bringen würde. Kapstadt ist nachts sehr gefährlich und die Kriminalitätsrate zählt zu den grössten der Welt. Für die Kinder gehören Gewehre, welche in nächster Nähe abgefeuert werden, zum Alltag. Mandisa erzählte unter Tränen, wie diese Erfahrung und die tägliche Angst sich für sie und ihre Geschwister schrecklich anfühlte.

Sie fühlte sich so gedemütigt, abends bei den Nachbarn betteln zu müssen.

Wenn ihr Vater schliesslich spät nachts nach Hause kam, brachte er oft seine Freunde mit: Männer, die Drogen und Alkohol konsumierten. Für junge Mädchen und Jungen war dies nicht wirklich ein Zuhause und keine sichere Umgebung. Schliesslich rief ein Nachbar den Sozialdienst und die Kinder wurden in Pflegefamilien untergebracht. Sie lebten neu in einem Viertel namens KTC, einem Gebiet, in dem es seit vielen Jahren mehr Morde als sonst irgendwo in Südafrika gibt. Es ist voller Banden, die sich darauf konzentrieren, kleine Jungen zu rekrutieren, um Waffen für die älteren zu stehlen und zu tragen. Es ist kein sicherer Ort um aufzuwachsen. Auch in der Pflegefamilie war es sehr schwierig, zu viele Kinder, zu wenig mögliche Fürsorge von den Erwachsenen. Das Leben der Kinder bestand aus Kämpfen, Lügen und Stehlen.

Plötzlich hörte Mandisa von einem Strassensonntagsschulprogramm, das jeden Freitagnachmittag ganz in der Nähe stattfand. Sie wollte unbedingt hingehen. Sie liebte es, jede Woche die Botschaften zu hören. Sie lernte, dass Jesus für die Schwachen, Armen und Bedürftigen gekommen war und er sie liebte. Ihr Leben bekam neue Hoffnung und Sinn für die Zukunft. Mandisa wurde durch ihre natürliche Gabe in der Leiterschaft bald zur Betreuerin der jüngeren Kinder im Heim und arbeitete bald im Metro Programm mit. Immer mehr entdeckte sie ihre Leidenschaft in den Theaterstücken, Liedern und Unterstützung der Organisation von Requisiten für die Lektionen. Sie half den Kindern einen Platz zu finden und achtete darauf, dass sie während des Programmes ruhig sassen. Sie wurde zu einer wundervollen Helferin während des Programmes und auch bei den Besuchen von Kindern ihrer Gegend. Sie liebte es, mit den Kindern Zeit zu verbringen, zu plaudern, sie zu ermutigen, weiterhin am Sonntagsschulprogramm teilzunehmen. Mit 17 Jahre war sie Leiterin eines Sidewalk-Standortes in ihrer Gegend und leitete ein Team von 25 Jugendlichen.

550 Kinder besuchen das Programm jede Woche an ihrem Standort – was für eine bemerkenswerte Leistung von mandisa und ihrem Team.

Dann schlug die Tragödie erneut zu. Ihre ältere Schwester überlebte wie durch ein Wunder den Angriff ihres aggressiven Freundes, der sie mit 28 Stichen niederstach. Sie war jedoch ab dann gelähmt im Rollstuhl. Deshalb musste sie zurück ins gefährliche Haus ihres Vaters und seiner Freunde. Mandisa besuchte sie täglich. Sie starb nach einem Jahr. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Mandisas älterer Bruder seinem Vater angeschlossen, lebte bei ihm und konsumierte ebenfalls Drogen und Alkohol. Viele hätten an dieser Stelle entmutigt und zermürbt aufgegeben.

Wenn Metro nicht gewesen wäre, hätte sie sich sehr wahrscheinlich einer Bande angeschlossen, Drogen genommen und mit 19 ein Baby bekommen.

Wir sind sehr dankbar, dass sie einen anderen Weg gewählt hat. Sie hat nach der Schule ein Praktikum bei Metro Südafrika absolviert und ist bei der Pflegefamilie ausgezogen. Sie hat zum ersten Mal in ihrem Leben ein eigenes Schlafzimmer und sie geniesst am Ende des Tages die Ruhe und Zeit im Gebet.

Mandisa, heute 21 Jahre alt und Praktikantin bei Metro Kids Südafrika, ist unser ganzer Stolz, Sonnenschein und ein Wunder, welches ohne Gottes Kraft und Liebe nicht möglich gewesen wäre. Ihre Kindheit ist geprägt von Armut, Gewalt und dem Tod. Sie hat sich jedoch für den Weg mit Jesus entschieden und engagiert sich für Mitmenschen und Kinder in ihrer Gegend. Sie kennt jeden einzelnen Namen all der Hunderte von Kindern. Sie gibt den Kindern Hoffnung und eine Zukunft weiter, wie sie es bekommen hat. Wir freuen uns darauf, in den nächsten Jahren mit Mandisa unterwegs zu sein und noch grössere Dinge zu erleben, die Gott in ihrem Leben und durch sie tun wird.

Janet und James aus Südafrika (Leiterehepaar)

Die Sonntagsschule soll die schönste und spannendste Stunde der Woche für die Kinder sein. Dazu gehören auch jedes Mal die vier wichtigsten Punkte und die Botschaft dazu: Nimm Jesus als deinen Erretter an und lass ihn etwas aus deinem Leben machen.
Spass muss sein. Die Sonntagsschule soll der Ort sein, wo die Kinder einen Moment lang ihren schweren Alltag vergessen können und einfach Kind sein dürfen. Das heisst, einen Augenblick sich in Sicherheit fühlen und unbeschwert lachen können.
Im Jahr 2005 wurde das Sonntagsschulprogramm in Kapstadt und Johannesburg in Südafrika gestartet. In Kapstadt werden mit den Lektionen und der frohen Botschaft mehr als 12’000 Kinder während des Semesters erreicht.
Das Sonntagsschulprogramm und Zeugnisse wie der Wendepunkt von Mandisa sind wichtig, da sie für viele Kinder, die täglich der Armut und Gefahr ausgesetzt sind, der Beweis für Hoffnung und eine Zukunft sind.
*Name zum Schutz der Privatsphäre geändert.

Metro World Child Patenschaftsprogramm

Eine Patenschaft verändert Leben. In vielen Fällen kann sie sogar Leben retten und in eine völlig neue Richtung lenken – für die Gegenwart und die Ewigkeit.

Die monatliche Unterstützung dient dazu, die Metro World Child Programme für Kinder in armen Gegenden aufrecht zu erhalten. Dies beinhaltet Strassen-Sonntagsschulen und Hausbesuche, welche wöchentlich durch die Metro World Child Mitarbeitenden stattfinden.

Mit CHF 38 / € 28 im Monat kann ein Kind in Not im Rahmen des My Metro World Child Patenschaftsprogramms in den Philippinen, Südafrika, den USA, Rumänien, Indien oder Kenia unterstützt werden.

Es braucht nur einen Klick, um einen Unterschied zu machen.

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