Warme Füsse und Herzen

Im Januar 2017 starteten wir im reformierten Kirchgemeindehaus in Lupfig mit einer Strickwarensammelstelle für Rumänien. Die Strickerinnen kennen keinen Saisonunterbruch. Gefüllte Taschen mit Strickwaren werden fleissig abgegeben. Der beinahe leere Estrich verfügt zum Glück über viel Platz.

Ich staune und mein Herz ist dankbar über so viel Grosszügigkeit an Geld, Zeit, Fantasie, Geduld, Kraft und Elan. In den nächsten Monaten füllt sich das Lager. Im Herbst geht es so richtig los mit sortieren, abpacken, zählen und beschriften von Socken, Mützen, Schals, Handschuhen, Pullovern, Babybags, usw. Es sieht aus wie an einem orientalischen Bazar. Alle geben ihr Bestes. Ende November ist der Estrich dann wieder leer… Von unserem Standort gehen 350 Säcke auf die Reise nach Rumänien.

Ich freue mich auf den Hilfseinsatz warme füsse im Dezember.

Schweizer, Rumänen, Amerikaner, Schweden und Belgier, von jung bis alt, treffen sich in Rumänien. In diesen Tagen sind wir eine Familie. Wir unterstützen einander, beten gemeinsam, lachen, suchen Lösungen, ermutigen, danken und bitten. Jeden Tag besuchen wir mit zwei Teams jeweils zwei Dörfer. Wie viele Stiefel und Strickwaren packen wir ein? Wir brauchen Weisheit vom Himmel. Bei 20 cm Schlamm ums Haus und teilweise auch in den Häusern, kommen die Gummistiefel wie gerufen. Wir bringen nicht nur Strickwaren und Stiefel, die warm halten, sondern auch die Liebe Gottes.

Die Romas sind von der rumänischen Bevölkerung an den Rand der Städte und Dörfer verstossen, aber von Gott geliebt und umworben. Diese Liebe und Hoffnung zeigt sich im Kinderprogramm und dem Verteilen von Schuhen und Strickwaren.

Leuchtende Kinderaugen, weinende Grossmütter, umarmende Menschen zeigen ohne Worte „DANKE, DU BIST FüR MICH WICHTIG“.

Ich freue mich schon, wenn unser Estrich wieder aus allen Nähten platzt.

Daniela aus der Schweiz

Die Strickerinnen und Stricker werden jedes Jahr kreativer – ein grosses Dankeschön von Herzen für die liebevollen Umsetzungen.
Ganz viele Kinder haben weder Winterstiefel noch Socken – bei Minustemperaturen. Manche Winter in Rumänien werden bis unter -20°.
Nebst den Strickwaren und Stiefeln, die an die Kinder zu verteilt werden, ist das Bringen der Weihnachtsgeschichte der wichtigste Teil.
Im Winter 2017/18 haben etwa fünftausend Kinder warme Socken und Stiefel als Weihnachtsgeschenk erhalten.

Metro World Child Warme Füsse

Während eines Einsatzes an einem kalten Wintertag hat das Metro World Child Team in Rumänien realisiert, dass viele der armen Romakinder gar keine richtigen Schuhe haben. Bei tiefen Minustemperaturen sahen sie Kinder, die ihre Schuhe vorne aufschneiden mussten, weil ihre Füsse zu gross waren. Andere Kinder hatten sich nasse Stofflappen um die Füsse gewickelt, da sie keine Schuhe besassen. So hat das Warme Füsse Projekt begonnen.

Jeden Winter erhalten nun mehrere Tausend Kinder in den Dörfern von Rumänien warme Füsse: ein Paar warme Stiefel und handgestrickte Wollsocken. Mehr Einblicke zum Projekt und wie man selbst aktiv einen Unterschied machen kann – sei es in Form von Stricken oder Mitgehen, gibt’s hier.

Wenn du einmal der Armut so nah kommst, dass du sie fühlst, schmeckst und berührst – lässt sie dich nie mehr los. Mit Strickwaren und Winterstiefeln können wir der Not aktiv begegnen. Und wenn du einem bettelnden Kind wie Michael in der Stadt wieder begegnest und er dir Sonntagsschullieder singend entgegen rennt, dann weisst du, du machst einen Unterschied.

Anita, seit über 10 Jahren mit dabei


 

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